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Österreich
Republik Österreich
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Einwohner
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8,13 Mio (EU15: 371 Mio.)
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Fläche
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58.871 qkm (EU15: 3,2 Mio. qkm)
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Einwohner / qkm
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97
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Hauptstadt
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Wien (1.550.000 Einwohner)
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Amtssprachen
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Deutsch, Slowenisch (regional), Kroatisch (regional), Ungarisch
(regional)
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Religion
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Katholiken (78 %), Protestanten (6 %),
Muslime (2 %)
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Urbanisierung
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67 %
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Arbeitslosigkeit
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5,9 % (Juni 2003)
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Staatsform
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Parlamentarische Republik
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Nationalfeiertag
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26. 10.
Verabschiedung des Neutralitätsgesetzes 1956
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Regierung
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Thomas Klestil (Staatsoberhaupt)
Wolfgang Schüssel (Regierungschef)
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Beitritt zur EG/EU
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1995
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I. Werte, Identität und Kultur
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Das
Herrschaftsgebiet des Habsburgischen Königshauses erstreckte
sich für eine lange Zeit über den größten Teil
Mitteleuropas und vereinte verschiedene Völker und Identitäten
in einem Staatengebilde. Bis zum Zerfall des einstigen Großreiches
nach dem 1. Weltkrieg hatten sich Gemeinsamkeiten herausgebildet,
die auch heute noch Österreich mit den Staaten Tschechien,
Slowakei und Ungarn verbinden. Generell hat die Erfahrung des über
die nationalstaatliche Grenze hinausreichenden politischen Konstrukts
die Österreicher wohl besser als andere Europäer auf die
Integration im Rahmen der Europäischen Union vorbereitet.
Dennoch bezeichneten bei der letzten Eurobarometer- Umfrage nur
34% der Österreicher ihre Mitgliedschaft in der EU als gut,
der drittschlechteste Wert europaweit. Ein Widerspruch? Nicht unbedingt.
Immerhin ist Österreich erst 1995 der EU beigetreten, und die
EU- Mitgliedschaft ist für den Österreicher noch nicht
so selbstverständlich wie für einen Bewohner eines EG/EU-
Gründungstaates. Wie die meisten anderen Staaten Europas auch
hatte Österreich im Verlauf des 20. Jahrhunderts viele gravierende
Änderungen hinsichtlich der eigenen Identität verarbeiten
müssen.Die lange Monarchie, die Niederlage zweier Weltkriege,
die Überlegung, mit Deutschland zusammen ein großes Reich
zu bilden, die Zeit der Besatzung
durch die Siegermächte und schließlich der Zustand der
Neutralität während des Kalten Krieges zwangen die Österreicher
immer wieder, ihre Position in Europa neu zu bewerten. Auch die
Mitgliedschaft in der Europäischen Union und die fortschreitende
Integration bedeuten eine Neueinschätzung der eigenen Rolle.
Immerhin hat eine andere Umfrage unter Jugendlichen bis 24 ergeben,
dass das europäische Identitätsgefühl der österreichischen
Jugendlichen nur geringfügig weniger ausgeprägt ist als
das nationale.
Der föderale Bundesstaat Österreich setzt sich aus 9
Bundesländern zusammen. Staatsoberhaupt ist Bundespräsident
Thomas Klestil, der direkt vom Volk gewählt wurde und der den
Bundeskanzler (seit 2000 Wolfgang Schüssel) ernennt. Als unmittelbares
Grenzland zu vier Beitrittskandidatenländern gehört Österreich
zu denjenigen EU- Staaten, denen man durch die Erweiterung starken
wirtschaftlichen Gewinn prophezeit. Aufgrund der Nähe zu den
neuen Staaten ergaben sich jedoch auch einige Problempunkte, die
von österreichischer Seite in die Beitrittsverhandlungen eingebracht
wurden.
Die Befürchtung von einer "Überschwemmung"
des Landes mit Personen und Dienstleistungen aus dem Osten zeigte
sich an Österreichs Forderung nach Übergangsregelungen
in diesen Bereichen. Ein anderes Problem betrifft den Transitverkehr.
Als Land im Zentrum der EU und zukünftiger Verkehrsknotenpunkt,
der Nord-, Süd-, Ost- und Westeuropa miteinander verbindet,
forderte Österreich Regelungen, die vor allem den Verkehr schwerer
Lastwagen über die Alpen einschränken sollte. EU- Parlament
und Kommission lehnten die Forderung nach Beibehaltung einer Höchstgrenze
für Durchfahrten durch Österreich, wie sie dem Land bei
seinem Beitritt bis 2003 eingeräumt worden waren, jedoch ab.
Weitere Streitpunkte gab es auf Initiative der zweiten Regierungspartei
FPÖ wegen Kernkraftwerken in Tschechien (Temelin) und Slowenien
(Krsko) und aufgrund der Tatsache, dass Tschechien, die auch in
Deutschland umstrittenen Benes- Dekrete, die die Vertreibung deutschsprachiger
Bevölkerung aus der ehemaligen Tschechoslowakei 1945/46 rechtfertigen,
nicht außer Kraft setzen will. Die FPÖ sprach sich mehrfach
dafür aus, einen Beitritt Tschechiens aus diesen Gründen
abzulehnen.
Die österreichische Bevölkerung begegnet der Erweiterung
laut Umfragen eher positiv.
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II. Politische Strukturen - Europas Verfassung
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Österreich ist 1995 zusammen mit Schweden und Finnland der
EU beigetreten und gehört zu den kleinen Mitgliedstaaten. Anders
als andere kleine Mitgliedstaaten ist Österreich bisher keine
engere Verbindung mit anderen Ländern eingegangen, um gemeinsame
Positionen abzusprechen und damit die eigenen Interessen besser
vertreten zu können. Allerdings wurde 2001 eine regionale Partnerschaft
mit Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien eingerichtet,
um diese Staaten bei ihrem Weg in die Europäische Union zu
unterstützen. Nach der Erweiterung im kommenden Jahr soll diese
Einrichtung erhalten bleiben und den sechs Staaten mehr Gewicht
verleihen, um als kleine Staaten gegen die großen Mitgliedstaaten
bestehen zu können. Die regionale Partnerschaft ist auf politischer
Ebene vergleichbar mit dem Benelux- Rat und der Nordischen Kooperation.
Im Rahmen der Konventsberatungen vertrat Österreich eine ähnliche
Haltung wie die meisten kleinen Mitgliedstaaten: die Schaffung eines
Präsidenten des Europäischen Rates wurde mit der Begründung,
dass Europa bereits einen Präsidenten habe, nämlich den
Kommissionspräsidenten, abgelehnt. Kommission und Parlament
sollen im Europa der Zukunft eine wichtigere Rolle spielen als der
nationalstaatliche Europäische Rat. Mit dieser Meinung spricht
sich Österreich für ein Mehr an Integration aus, ohne
jedoch explizit den Föderalstaat als Ziel zu nennen.
Im Jahr 2000 ist die Österreichische Volkspartei von Bundeskanzler
Schüssel eine Koalition mit der populistischen FPÖ eingegangen.
Demonstrationen und Proteste waren Österreich-weit die Folge.
Aber nicht nur im Inland reagierte man mit Ablehnung. Die 14 anderen
EU- Staaten versuchten zunächst mit Drohungen, eine Regierungsbeteiligung
der FPÖ zu verhindern. Als dies keinen Erfolg brachte, wurde
das Land mit "Sanktionen" belegt. Erst der Bericht einer
speziellen Kommission (die so genannten Drei Weisen) zum Thema Rechte
von Minderheiten, Flüchtlingen und Immigranten in Österreich
und die Entwicklung des politischen Wesens der FPÖ beendete
die Situation nach einigen Monaten. Obwohl sich die österreichische
Bevölkerung zum Teil ebenfalls gegen die Regierungsbeteiligung
der FPÖ ausgesprochen hatte, reagierte sie fast geschlossen
mit Empörung und Nichtverstehen auf diese Maßnahmen aus
dem europäischen Ausland, die als Demütigung wahrgenommen
wurden. In Nizza beschlossen die Staats- und Regierungschefs 2000
die Sanktionen gegen einen Mitgliedstaat als Instrument zu verankern.
In Österreich kritisiert man heute mit Blick nach Italien,
dass die Sanktionen nicht konsequent angewendet werden und befürchtet,
dass Europa große und kleine Mitgliedstaaten mit zweierlei
Maß misst. Die Wiederauflage der ÖVP-FPÖ-Koalition
nach den letzten Wahlen 2002 wurde von Seiten der EU übrigens
nicht kommentiert.
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III. Europas Rolle in der Welt
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Obwohl der Staatsvertrag, mit dem die Alliierten Österreich
1955 die Souveränität zurückgegeben hatten, keine
Bestimmungen zum völkerrechtlichen Status des Landes enthielten,
erklärte sich Österreich im Anschluss militärisch
neutral. Besonders in der Ära Kreisky hatte Österreich
seine Neutralität für eine aktive Friedenspolitik genutzt
und damit international Einfluss und Ansehen gewonnen. Es wurde
häufig in internationale Leitungsgremien berufen; so konnte
es 10 Jahre lang (1971-81) den Generalsekretär der Vereinten
Nationen (Waldheim) stellen.
Die seit 1955 bestehende Mitgliedschaft in der UN hat für
Österreich einen hohen Stellenwert und wird nachhaltig verfolgt.
Seit 1979 ist Wien neben Genf, New York und Nairobi vierter Amtssitz
der UNO. Im Rahmen von UN- Friedensmissionen beteiligte sich österreichisches
Militär seit 1966 weltweit an Friedenseinsätzen. Seit
1993 ist dieses Engagement temporär sogar noch erhöht
worden. So hatte sich Österreich in jüngster Vergangenheit
mit Kontingenten an SFOR in Bosnien und Herzegowina (im März
2001 beendet) und ist zur Zeit an KFOR im Kosovo (andauernd) sowie
an ISAF in Afghanistan (zunächst bis Juli 2002) beteiligt.
Zudem hat die österreichische Regierung 1998 in Anpassung an
den Amsterdamer Vertrag festgelegt, dass militärische Einsätze
im Rahmen der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP)
und der Petersberger Aufgaben (Frieden schaffende Kampfeinsätze)
Vorrang vor dem Neutralitätsgesetz haben. Wie ernst Österreich
seine internationalen Verpflichtungen nimmt, zeigte der entschiedene
Protest der Regierung Schüssel gegen den von Tony Blair 2002
einberufenen "Minigipfel" zur Lage in Afghanistan. Da
nur Deutschland und Frankreich ekingeladen worden waren, avancierte
Österreich zum Sprachrohr der kleineren Länder der EU,
an die keine Einladung ergangen war. Das vielseitige internationale
Engagement zeigt: auch wenn Österreich nicht Mitglied eines
Militärbündnisses ist, so möchte das Land doch Verantwortung
übernehmen.
Obwohl Österreich militärisch weltweites Engagement zeigt,
ist der österreichische Beitrag im Bereich Entwicklungshilfe
wenig vorbildlich. Mit nur 0,22% des BIP liegt Österreich im
Bereich Entwicklungshilfe auf dem vorletzten Platz OECD (Organisation
für Wirtschaftliche und Kulturelle Entwicklung)- weit.
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IV. Wohlstand und Nachhaltigkeit
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1999 lief Österreich Gefahr, mit einem Staatsdefizit von 2,6%
Schlusslicht der Euro- Länder zu werden. Die Bundesregierung
beschloss daraufhin ein drastisches Sparprogramm, das 2001 zur Erreichung
des Nulldefizits führte. Der österreichische Rechnungshof
stellte jedoch 2002 fest, dass die getroffenen Maßnahmen nur
auf der Einnahmeseite durch Steuererhöhungen und Rentenkürzungen
erfolgten. Die Ausgaben seien hingegen weiter gestiegen. Für
2003 wird ein Defizit von 1,3% erwartet.
Gemessen
am BIP pro Einwohner zählt Österreich zu den reichsten
Staaten der EU und der Welt. In den vergangenen Jahren sank zwar
konjunkturbedingt das Wirtschaftswachstum (2002 lag es um 0,9%).
Für 2003 wird allerdings wieder ein höheres Wachstum prognostiziert.
Die Bedeutung der Landwirtschaft ist in Österreich rückläufig.
Die wichtigsten Produktionszweige, der zum Großteil klein-
und mittelbäuerlichen Unternehmen sind Rinderhaltung und Milchproduktion.
Rund 10% der Betriebe betreiben biologischen Anbau. Österreichs
Industrie stützt sich auf Maschinen- und Stahlbau, Chemie und
Fahrzeuge. Vor allem aber im Bereich der elektrischen Technologie,
insbesondere die Produktion von Chips (für Airbags, ABS- Bremssysteme;
Bauteile für Airbus, Schnellzüge) und integrierten Schaltkreisen,
hat sich Österreich international einen Namen machen können.
In erster Linie ist Österreich jedoch eine Dienstleistungsgesellschaft,
vor allem im Bereich Tourismus.
1999 wurde in Österreich Atomkraft per Verfassung verboten.
Nach einer Volksabstimmung war das in den 70er Jahren gebaute einzige
Atomkraftwerk niemals in Betrieb genommen worden. Auch auf europäischer
Ebene fordert Österreich die Abkehr von der Atomenergie und
wies im Rahmen der Beitrittsverhandlungen wiederholt auf den mangelhaften
Sicherheitsstandard grenznaher Kraftwerke hin.
Österreich deckt 72% der benötigten Energie durch erneuerbare
Energieträger und gilt als Wasserkraftland Nummer 1 in der
EU. Vermutlich aus diesem Grund bescheinigte der Nachhaltigkeitsbericht
von 2002 Österreich einen sehr guten 7. Platz von 142 weltweit
getesteten Nationen. Innerhalb der EU nahm Österreich den 3.
Platz ein.
Die
Natur und Landschaft sind Österreichs wichtigstes Kapital.
Touristen aus ganz Europa reisen zum Bergwandern oder Skilaufen
an. Um dieses Potential zu erhalten, ist der Schutz der Umwelt ein
wichtiges Thema auf der österreichischen Politikagenda, und
auch auf europäischer Ebene versucht Österreich, hohe
Umweltstandards durchzusetzen.
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V. Arbeit, Bildung und Soziales
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Das österreichische Sozialsystem ist gekennzeichnet von einem
umfangreichen Netz beitragsfinanzierter sozialer Sicherungen und
Fürsorge. Für diejenigen Bürger, deren Existenz nicht
über das Versicherungssystem gesichert ist, tritt die öffentliche
Fürsorgeleistung des Bundes ein.
Im Jahr 2003 erlebte Österreich den ersten Streik seit 50
Jahren: Österreicher unterschiedlicher Profession und allen
Alters versuchten die derzeitige Regierung von ihrem Vorschlag zur
Rentenreform abzubringen- vergeblich. Von 2004 an wird die Frühverrentung
abgeschafft, als Grundlage für die Rentenberechnung nicht die
höchsten Verdienste angerechnet, sondern eine Lebensverdienstkurve
erstellt und als Rente 80% des letzten Einkommens nur noch nach
45 Erwerbsjahren (Männer) bzw. 40 Jahren (Frauen) ausgezahlt.
Mit 1,3 Kindern pro Frau liegt Österreichs Geburtenrate im
europäischen Vergleich unter dem Durchschnitt. Trotzdem spricht
sich die zweite Regierungspartei FPÖ gegen eine Ausweitung
der Zuwanderung aus. Zuerst wolle man die Rahmenbedingungen für
Familiengründungen verbessern.
Obwohl Österreich im europäischen Vergleich eine recht
niedrige Arbeitslosenquote aufweist (um 6,0%), bezeichnen die Österreicher
die Beschäftigungspolitik als Priorität und als den Bereich,
in dem die EU aktiv werden sollte. Bereits 1998 hatte die österreichische
Ratspräsidentschaft ihre Aufmerksamkeit der Bekämpfung
von Arbeitslosigkeit gewidmet. Eine Arbeitsmarktreform ist jedoch
bisher noch nicht geplant.
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