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Großbritannien
United Kingdom
of Great Britain and Northern Ireland
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Einwohner
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58,8 Mio. (EU15: 371 Mio)
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Fläche
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242.910 qkm (EU15: 3,2 Mio qkm)
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Einwohner / qkm
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242
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Hauptstadt
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London (7.375.000 Einwohner)
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Amtssprachen
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Englisch
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Religion
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Anglikaner (56 %), Protestanten (15 %),
Katholiken (13 %)
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Urbanisierung
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90 %
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Arbeitslosigkeit
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5,1 % (2002)
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Staatsform
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Parlamentarische Monarchie
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Nationalfeiertag
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2. Samstag im Juni (Queen's Birthday)
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Regierung
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Elisabeth II. (Staatsoberhaupt)
Tony Blair (Regierungschef)
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Beitritt zur EG/EU
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1973
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I. Werte, Identität und Kultur
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Das
vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland
setzt sich aus den vier Landesteilen England, Nord-Irland, Schottland
und Wales zusammen.
London ist Hauptstadt und Regierungssitz des Vereinigten Königreichs,
in dessen Parlament auch die Belange der einzelnen Regionen durch
eigene Landesminister gewahrt werden. Trotz der Vereinigung der
vier Landesteile im Jahre 1921 drückt sich ihre Eigenständigkeit
bis heute sehr vielfältig aus, u.a. durch eine eigenes schottisches
Rechtssystem, weitgehende Kompetenzen der Regionen oder in der Unterschiedlichkeit
des allgemeinbildenden und beruflichen Bildungswesens.
Das Verhältnis der Briten zum Europäischen Integrationsprozess
ist traditionell ein zwiespältiges. Das mag zum einen an der
Insellage liegen, zum anderen daran, dass das Land erst zwei Jahrzehnte,
nach dem die sechs Gründungsstaaten bereits zahlreiche Institutionen
und Regelungen auf den Weg bebracht hatten der EG/EU beigetreten
ist. In vielen fragen fühlt sich Westminster stärker mit
Washington verbunden, als mit Paris oder Berlin. Dennoch sucht die
britische Regierung in den letzten Jahren verstärkt die Abstimmung
mit den kontinentaleuropäischen Regierungen. Eine besondere
Interessenverwandtschaft hat sich auch mit Spanien herausgebildet.
In der britischen Presse ist die EU gleichwohl immer noch ein beliebtes
Hassobjekt.
Eine Umfrage unter Jugendlichen aus fünf europäischen
Ländern hat ergeben, dass sich in Großbritannien weniger
als ein Drittel der befragten Jugendlichen mit Europa identifizieren
können. Ebenso wie die Mehrheit der Bevölkerung des Vereinigten
Königreichs einer Europäischen Identität skeptisch
gegenübersteht, lassen sie sich in eine "britische Identität"
zuordnen. Sie sind verbunden mit dem Landesteil aus dem sie stammen.
So gibt es auch keinen einheitlichen Nationalfeiertag in Großbritannien.
England, Wales, Schottland und Nordirland haben ihre eigenen regionalen
Heiligen und begehen deren Feiertage (St. George, St. Andrew, St.
David, St. Patrick). Verbindungsglied ist die Königin. Gemeinsam
feiern alle Briten ihren Geburtstag (21. April).
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II. Politische Strukturen - Europas Verfassung
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Die
britische parlamentarische Monarchie hat eine weit zurückreichende
Tradition. Bereits 1688 wurde die Macht des Königs durch das
Parlament weitestgehend eingeschränkt. 1701 war der Durchbruch
zur parlamentarischen Monarchie erreicht. Das derzeitige Staatsoberhaupt
Großbritanniens, Queen Elizabeth II, verfügt nur noch
über rein formale Befugnisse. Ministerpräsident des Vereinigten
Königreichs ist seit 1997 Tony Blair.
Der EG/EU konnte Großbritannien erst im dritten Anlauf 1973
beitreten, nachdem der Beitritt zuvor am Widerstand Frankreichs
zweimal gescheitert war. Einer Vertiefung der europäischen
Integration steht Großbritannien von jeher distanziert gegenüber.
Für Großbritannien steht die wirtschaftliche Integration
im Vordergrund. Zu einer Vergemeinschaftung von anderen Politikbereichen,
sei es in der Sozialpolitik oder in der Innen- und Justizpolitik,
ist die britische Regierung immer nur sehr begrenzt bereit gewesen.
Vor allem unter der Regierung von Margret Thatcher in den achtziger
Jahren blockierte Großbritannien weitere Integrationsschritte,
die auf eine politische Union abzielten.
Eine Stärkung der Gemeinschaftsinstitutionen wie der EU-Kommission,
dem Europäischen Parlament oder des Europäischen Gerichtshofs
lehnte Großbritannien traditionell ab. Nach britischem Selbstverständnis
kann nur der Nationalstaat Bezugspunkt für sozialen Ausgleich
und politische Identifikation der Bevölkerung sein. In Bezug
auf die Kontrolle der eigenen Grenzen will Großbritannien
keine Abstriche bei der nationalen Handlungsautonomie hinnehmen.
In der Vergangenheit konnten einige Integrationsschritte nur unter
einer vertraglich festgeschriebenen Ausklammerung Großbritanniens
(Opting-out) erreicht werden. Beispiele hierfür waren das EU-Sozialabkommen
des Maastrichter Vertrages oder die Zusammenarbeit in der Innen-
und Justizpolitik.
Mit dem Regierungswechsel 1997 hatte sich eine - wenn auch begrenzte
- Neubestimmung der britischen Position in bezug auf die europäische
Integration ergeben. Die Labor-Regierung unter Tony Blair erklärte
sich zum Beispiel bereit, dem EU-Sozialabkommen, das den Beschluss
verbindlicher sozialer Mindeststandards ermöglicht, beizutreten.
Auch die baldige Teilnahme Großbritanniens an der gemeinsamen
Währung ist wahrscheinlich, und in Bezug auf die Schaffung
einer europäischen Verteidigungsgemeinschaft sucht Großbritannien
verstärkt die Abstimmung mit Frankreich und Deutschland.
Eine Vielzahl der britischen Medien, die vor allem durch die nationale
Brille über Europa berichten, und Politiker wie Margret Thatcher,
die nur ungern Zuständigkeiten an Brüssel abzugeben bereit
war, haben in der Vergangenheit dazu beigetragen, das Europabild
der Briten negativ zu prägen. In keinem europäischen Land
ist die nationale zulasten der europäischen Identität
derartig stark ausgeprägt wie in Großbritannien. Großbritannien
nimmt heute weder an der Währungsunion teil (obwohl Großbritannien
die Maastricht- Kriterien erfüllt), noch haben die Briten das
Schengener Abkommen unterzeichnet. Letzteres kann wohl mit den speziellen
Reise- Vereinbarungen unter den Commonwealth- Staaten zusammenhängen.
Die Ablehnung des Euro erfolgte jedoch aus nationalstaatlichem Denken
und der Angst vor einem "Superstaat" Europa heraus.
In Großbritannien neigt man zu einer traditionellen Abneigung
gegen die Diskussion einer Europäischen Verfassung, was vermutlich
damit zusammenhängt, dass die Briten keine geschriebene Verfassung
haben. Obwohl auf britischem Territorium der erste Europäische
Verfassungsansatz gemacht wurde (Magna Charta, 1215) und Großbritannien
damit auch als Ursprungsland der Verfassung gelten kann, wurden
die nachfolgenden Texte, aus denen das Verfassungsgerüst besteht,
nie zu einem einzigen Dokument zusammengefasst. Großbritannien
besteht darauf, von einem Europäischen Verfassungsvertrag zu
sprechen und das Konventsergebnis als "Aufräumarbeit"
für eine bessere Übersicht zu betrachten.
Großbritannien ist einer der größten Befürworter
der EU-Erweiterung, was vermutlich nicht zuletzt damit zusammenhängt,
dass mit der Erweiterung auf 25 und mehr Länder eine Vertiefung
der Integration etwa hin zu einem fast föderalen Gebilde
sehr viel schwieriger werden dürfte.
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III. Europas Rolle in der Welt
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Europa ist in der britischen Außenpolitik nur eine Säule
einer auf die globalen Wirtschaftszusammenhänge gerichteten
Perspektive. Traditionell pflegt Großbritannien enge Beziehungen
zu den USA. In dem Irakkonflikt stellte sich der britische Regierungschef
Tony Blair an die Seite der Busch-Administration. In bezug auf die
Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik betont Großbritannien,
dass eine europäische Sicherheitsarchitektur nicht die transatlantische
Zusammenarbeit im Rahmen der NATO beeinträchtigen dürfe.
Bis
zum 11. September 2001 hatte sich Großbritannien engagiert
an dem Ausbau der gemeinsamen Europäischen Außen- und
Sicherheitspolitik beteiligt und sich für den Aufbau einer
schnellen Eingreiftruppe stark gemacht. Nachdem sich jedoch Tony
Blair im Irak- Konflikt aktiv an die Seite der USA gestellt hatte,
führte dies zu tief greifenden Gegensätzen innerhalb der
EU. Tony Blair erschien als "Chefrekrutierer" der Koalition
für einen Irakrieg. Im Rahmen seiner Vorreiterrolle im Bereich
Sicherheitspolitik lud er Schröder und Chirac 2001 zu einem
Minigipfeltreffen ein, um einen militärischen Beitrag und militärische
Operationen zu diskutieren. Die übrigen europäischen Staaten
fühlten sich ausgeschlossen und sahen in Blairs Handeln eine
Untergrabung der europäischen Solidarität. Spätestens
seit der Positionierung Großbritanniens in der Irak- Diskussion
zeigte Blair, dass ein Europäisches Vorgehen auf internationalem
Parkett im Zweifelsfall auch mal hinter der anglo-amerikanischen
Beziehung zurückstehen muss.
Großbritannien ist gleichwohl nicht in allen politischen
Bereichen einer Meinung mit den USA. London kritisierte beispielsweise
die Weigerung der Bush-Regierung, das Kyoto-Protokoll zur Reduzierung
des Kohlendioxid-Ausstoßes bis 2012 zu unterzeichnen. Großbritanniens
Energieplan geht bereits heute weit über die Ansprüche
von Kyoto hinaus. Auch die britische Forderung nach Öffnung
der Agrarmärkte und dem Abbau von Subventionen in Europa und
den USA stößt auf Ablehnung in Washington, allerdings
auch in Paris.
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IV. Wohlstand und Nachhaltigkeit
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Mit der Londoner City verfügt Großbritannien über
einen der wichtigsten internationalen Finanzmärkte. Alle wichtigen
Banken, Versicherungen, Unternehmensberatungen, Wirtschaftsprüfungsfirmen
sowie internationale Rechtsanwaltskanzleien sind dort ansässig.
Neben London gibt es weitere Ballungsräume in und um Birmingham,
Manchester, Leeds, Newcastle, Bristol, Glasgow, Edinburgh sowie
Belfast.
Während die traditionellen Industrien wie die Textil-, Stahl-
und Eisenindustrie mit dem Strukturwandel kämpfen und die Arbeitslosigkeit
in vielen ehemaligen Insudtriestädten stark angestiegen ist,
hat sich Großbritannien in Europa eine Spitzenstellung in
Schlüsselmärkten wie der Elektrotechnik, dem Fahrzeugbau,
der Informations- und Kommunikationstechnologie, im Medienbereich,
in der modernen Biotechnologie erreicht. Wie auch in anderen EU-Ländern
wird die Forschung an und Nutzung von erneuerbaren Ressourcen staatlich
unterstützt; Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 zwanzig Prozent
des britischen Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien zu gewinnen.
Großbritannien
verfügt über die größten Energieressourcen
von allen EU-Ländern. Im Hinblick auf Erdöl und Erdgas
ist das Land Selbstversorger. 16 Kernkraftwerke sorgen für
die Deckung von 25 Prozent des Energiebedarfs. Derzeit gibt es erste
Testläufe für Energiegewinnung aus Gezeitenströmung.
Während in anderen EU-Länder noch über die Potenziale
von Off-Shore-Windkraftanlagen diskutieren wird, baut Groß-britannien
bereits die zweite Generation von Anlagen aus.
In den 90er Jahren ist in Großbritannien die Rinderseuche
BSE ausgebrochen und hat sich von dort aus auch auf weitere Länder
des EU-Binnenmarkts ausgebreitet. Zwischen 1985 und 2000 sind in
Großbritannien 180.000 Rinder an BSE erkrankt und auch 2003
gab es noch vereinzelte Fälle. Die britische Landwirtschaft
wurde von dem 1995 durch die EU angeordneten Embargo für Britisches
Rindfleisch und die anschließenden Zwangsschlachtungen zahlreicher
Tierbestände überdurchschnittlich stark getroffen.
Auf eigenen Wunsch beteiligt sich Großbritannien zunächst
nicht an der Wirtschafts- und Währungsunion. Die gesetzliche
Währung ist nach wie vor das britische Pfund. Nicht zuletzt
wegen seiner kolonialen Vergangenheit spielen die wirtschaftlichen
Beziehungen zum asiatisch-pazifischen Raum eine große Rolle
in der britischen Außenpolitik.
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V. Arbeit, Bildung und Soziales
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Wie die meisten Europäischen Länder verzeichnet Großbritannien
einen Bevölkerungsrückgang. Zwischen 1990 und 2003 ist
die Bevölkerung lediglich um 2,7 Prozent angewachsen. Langfristig
wird Großbritannien auf Einwanderung angewiesen sein.
Das Grundmodell der britischen Sozialversicherung verpflichtet
Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Selbständige zur Zahlung von
Beiträgen. Einem britischen Rentner stehen im Ruhestand eine
einkommensunabhängige Grundrente von derzeit 76,80 Euro pro
Woche zu. Eine einkommensbezogene Zusatzrente sorgt für zusätzliche
Geldzuweisungen über das Existenzminimum hinaus.
Das staatliche Gesundheitssystem in Großbritannien ist kostenlos
und wird durch Steuern finanziert. Der Einrichtung des National
Health Care Service (NHS) liegt die Idee von einer gerechten und
gleichen Gesundheitsversorgung für alle zugrunde. Bestimmte
medizinische Dienste verlangen von den Patienten zum Teil hohe Zuzahlungen
(z.B. bestimmte Medikamente, Zahnbehandlungen, Brillen). Das britische
Gesundheitswesen ist in den vergangenen Jahren in die Kritik geraten.
Zu wenig Krankenhausbetten und Personal führen zu Engpässen
in der Versorgung und hohen Wartezeiten. Die Regierung Blair hat
daher mit einer Reform des NHS begonnen und verspricht, die Missstände
zu beseitigen.
Im Vergleich zum restlichen Europa ist die Arbeitslosenquote in
Großbritannien niedrig (Mai 2003: 5,1 Prozent). Allerdings
hat weniger als die Hälfte der potentiellen britischen Arbeitskräfte
einen Full-Time-Job im eigentlichen Sinne. Dank der Beschneidung
der gewerkschaftlichen Rechte zur Steigerung von Großbritanniens
Wettbewerbsfähigkeit durch die Regierung unter Margret Thatcher
in den 80er Jahren, haben sich die Bedingungen für britische
Arbeitnehmer nicht unbedingt verbessert.
Schulpflicht besteht in Großbritannien vom 5. bis zum 16.
Lebensjahr. Neben den öffentlichen Gesamtschulen gibt es 7
Prozent Privatschulen, die 13 Prozent der britischen Schüler
besucht werden. Diese Schulen verstehen sich als Vorbereitung für
die Eliteuniversitäten in Oxford und Cambridge und erreichen
durch kleine Klassen und Individualbetreuung bessere Förderung
für die Schüler. So überrascht es auch nicht, dass
Großbritannien in der PISA-Schulstudie in allen drei Bereichen
überdurchschnittliches Abschneiden attestiert wurde.
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