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Zypern
Kypriaki (griech.), Kibris (türk.)
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Einwohner
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Republik Zypern: 0,6 Mio
Türkische Republik Nordzypern: 0,1 Mio
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Fläche
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Republik Zypern 5892 qkm
T. Republik Nordzypern: 3355 qkm
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Einwohner / qkm
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Repubilk Zypern: 103
T. Republik Nordzypern: 47
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Hauptstadt
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Nikosia
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Amtssprachen
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Griechisch, Türkisch
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Religion
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80 % Orthodoxe Christen,
20 % Muslime
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Urbanisierung
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Republik Zypern: 68 %
T. Republik Nordzypern: 59 %
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Arbeitslosigkeit
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Republik Zypern: 3 %
T. Republik Nordzypern: 5,6 %
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Staatsform
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Parlamentarische Republik
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Nationalfeiertag
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griech-zypr.: 1. 10.
(Unabhängigkeit von Großbritannien)
türk. zypr.: 15. 11.
(Ausrufung der türkischen Republik Nordzypern)
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Regierung
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Republik Zypern: Tassos Papadopoulous
(Staats- und Regierungschef)
Türkische Republik Nordzypern: Rauf Denktasch (Staatspräsident)
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Beitritt zur EG/EU
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1. Mai 2004 (Republik Zypern)
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Die
ersten Spuren einer Besiedlung Zyperns sind rund 10.000 Jahre
alt. Schon in der Bronzezeit beliefert Zypern die gesamte
Mittelmeerregion mit Kupfer und Keramiken. Ca. 1500 v. Chr.
erreichen Mykener und 1200 v. Ch. Achäer die Insel. Ab
diesem Zeitpunkt wird Zypern fester Bestandteil des hellenischen
Kulturkreises. Sie bringen die griechische Sprache, ihre Religion
und Bräuche nach Zypern. Städte und Stadtkönigreiche
wie Salamis und Pafos entstehen. Homer nennt Zypern als den
Geburtsort Aphrodites: "geboren aus dem Schaum des Meeres"
geht sie auf Zypern an Land.
Ab 700 v.Chr. wird die Insel abwechselnd von Ägyptern,
Assyrern und Persern besetzt, bis sie 333 v.Chr. von Alexander
dem Großen befreit wird. Von 58 v. Chr. bis 330 n.Chr.
ist Zypern Teil des Römischen und bis 1191 des Byzantinischen
Reiches. Im Jahr 1191 erobert Richard Löwenherz auf seinem
Dritten Kreuzzug die Insel. Im selben Jahr verkauft er die
Insel zunächst an die Tempelritter, später an Guy
de Lusignan. Fast 300 Jahre bleibt Zypern im Besitz der fränkischen
Familie. 1489 schenkt die letzte Königin dieses Geschlechts,
Chaterina Cornaro, die Insel Venedig. 1571 wird Zypern von
türkischen Truppen besetzt und in das Osmanische Reich
eingegliedert. Türken besiedeln vermehrt die Insel, obgleich
die Bevölkerungsmehrheit immer griechisch bleibt. Ein
jahrhundertelanges friedliches Zusammenleben der beiden Volksgruppen
beginnt. Im Zuge des Verfalls des Reiches gelangt es 1878
in den Einflussbereich des britischen Kolonialreiches. Nach
der endgültigen Niederlage des Osmanischen Reichs im
Ersten Weltkrieg wird Zypern von Großbritannien annektiert
und 1925 in das Empire eingegliedert. Die Insel wird britische
Kronkolonie und Commonwealth Mitglied.
Nachdem die Zyperngriechen, unterstützt durch Griechenland,
die Eingliederung an ihr Mutterland ("Enosis") forderten,
suchten die Zyperntürken, aus Angst vor griechischer
Unterdrückung, den Schutz der seit 1923 bestehenden Türkei.
Ihr Ziel wiederum war die Teilung des Landes ("Taksim")
in einen griechischen und einen türkischen Teil. Die
Zyperngriechen waren jedoch bereit, die Enosis notfalls mit
Gewalt herbeizuführen und so kommt es 1931 erstmals zu
feindlichen Auseinandersetzungen und massiven Ausschreitungen
zwischen den beiden bis dahin friedlich zusammenlebenden Volksgruppen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg und den Verlust ihrer Einflusssphären
ziehen sich die Briten immer mehr von der Insel zurück.
Die zypriotischen Volksgruppen geraten zunehmend unter den
Einfluss ihrer Mutterländer Griechenland und Türkei.
Nach einem vierjährigen Befreiungskampf verhandeln in
Zürich die Türkei, Griechenland und Großbritannien
über die Zukunft Zyperns, im selben Jahr wird in London
ein Vertrag unterzeichnet, der die neue Verfassung und den
neuen Status der Insel festlegt. Die neue Verfassung beinhaltet
ein Interventionsrecht der Garantiemächte Türkei,
Griechenland und Großbritannien, sollte der vertraglich
festgelegte Status Quo der Insel einseitig verändert
werden. Am 16.8. 1960 wird Zypern eine unabhängige, souveräne
Republik. Erzbischof Makarios wird erster Staatspräsident.
Da dieser sich zunehmend für die Selbstständigkeit
der Insel stark macht, inszeniert die griechische Militärjunta
1974 einen Putsch auf Zypern um den Sturz Makarios und die
Vereinigung mit Griechenland herbeizuführen. Die Türkei
sieht die Verträge von Zürich und London verletzt
und startet eine Militärinvasion Zyperns. In der Nacht
vom 13. auf den 14. 8. 1970 landen türkische Truppen
im Nordteil der Insel und besetzten 40% des Gesamtterritoriums.
Im Zuge der Invasion kommt es zur Vertreibung von 170.000
griechischen Zyprioten. Im Süden hingegen zu blutigen
Vergeltungsmaßnahmen an der türkisch zypriotischen
Bevölkerung.
Im
Februar 1975 wird für den Norden des Landes eine eigene
Verfassung ausgearbeitet sowie politische Institutionen für
einen türkisch zypriotischen Teilstaat. 1983 wird
die Türkische Republik Nordzypern (TRNZ) ausgerufen.
Während die Türkei die TRNZ sofort anerkennt und
sich zur Garantiemacht erklärt, verurteilt der UNO
Sicherheitsrat die Ausrufung als illegal und fordert einen
sofortigen Abzug aller Besatzungstruppen aus Zypern, dem nicht
nachgekommen wird. Bis heute ist Zypern entlang der sogenannten
Attilalinie in einen Nord- und einen Südteil geteilt,
die auch direkt durch die Hauptstadt Nikosia verläuft.
Da die TRNZ von der internationalen Staatengemeinde mit Ausnahme
der Türkei, nicht anerkannt wurde, versteht sich die
griechisch zypriotische Regierung weiterhin als einzig
legitime Volksvertretung der gesamten Insel. Aus diesem Selbstverständnis
heraus beantragte die griechisch zypriotische Regierung
1990 die EU Vollmitgliedschaft für die gesamte
Insel.
Nachdem sich die EU Kommission 1993 erstmals für
einen Beitritt ausgesprochen hatte, wurden auf dem EU
Gipfel in Kopenhagen 2002 die Beitrittsverhandlungen abgeschlossen.
Obwohl von Seiten der EU die Lösung der Zypern
Frage keine zwingende Vorraussetzung für den Beitritt
der Insel darstellte, erhoffte man sich doch eine Katalysatorwirkung
auf den Zypernkonflikt. Aus diesem Grund begrüßte
der Europäische Rat im selben Jahr die Wiederaufnahme
von Verhandlungen auf der Grundlage der Vorschläge des
Generalsekretärs der Vereinten Nationen Annan. Jegliche
Hoffnung auf einen gemeinsamen EU Beitritt der Insel
schwand jedoch, als die Verhandlungen im März 2003 in
Den Haag für gescheitert erklärt wurden. Die starre
Haltung der Volksgruppenführer, vor allem die des türkisch
zypriotischen Präsidenten Denktasch, machte eine
Einigung unmöglich.
Diese Haltung scheint sich jedoch nur auf die Politiker zu
beschränken. Umfragen zufolge wünschen die Zyprioten
im Norden wie im Süden eine Wiedervereinigung und eine
gemeinsame Aufnahme in die EU. Vor allem die türkischen
Zyprioten realisieren sehr genau was ein EU Beitritt
für sie bedeutet und welche wirtschaftlichen Vorteile
damit verbunden sind. So kam es während der Verhandlungen
im türkischen Teil der Hauptstadt Nikosia zu Massendemonstrationen
von mehr als 80.000 türkischen Zyprioten. Die Hauptforderung
ist ein eigenes Referendum in dem über die Wiedervereinigung
und den EU Beitritt abgestimmt werden soll. Unterstützung
erhalten die türkischen Zyprioten neben der Presse, die
die Ablehnung des Annan Plans scharf kritisierte, von den
Oppositionspolitikern der TRNZ. Oppositionsführer Talat
rief Ende März 2003 deshalb eine Kampagne ins Leben,
die unter dem Motto steht: "Dieses Land ist das unsrige".
Darin wird über die Volksgruppenzugehörigkeit hinweg
an das gemeinsame zypriotische Nationalempfinden der Bevölkerung
appelliert. Daran beteiligt sind neben den Gewerkschaften
40 Organisationen und alle Repräsentanten der Oppositionsparteien.
Die Presse meldete unter anderem, dass eine Vereinigung türkischer
Zyprioten es in Erwägung ziehen würde, am Europäischen
Gerichtshof für Menschenrechte zu klagen.
Trotz der Kritik im eigenen Land wird in Athen 2004 wohl
kein geeintes Zypern der EU beitreten. Rein rechtlich wird
die gesamte Insel zur EU gehören, da die griechisch
zypriotische Regierung völkerrechtlich gesehen das ganze
Staatsgebiet repräsentiert. Das EU Recht wird
für den türkischen Nordteil zunächst ausgesetzt
und kommt erst dann zur Anwendung, wenn eine Einigung in der
Zypern Frage erreicht wurde. Die EU Kommission
sicherte aber zu, dass die Wirtschaftshilfen im Umfang von
jährlich 260 Mio. Euro weiter geleistet werden.
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Die Republik Zypern, der Südteil der Insel, ist entsprechend
der Verfassung von 1960 eine unabhängige, souveräne
Republik mit einem präsidialen System. Der auf fünf
Jahre direkt gewählte Präsident ist Staatsoberhaupt
und Regierungschef in einer Person. Nach der zypriotischen
Verfassung verfügt er über umfassende Kompetenzen.
Er ernennt die Mitglieder des Ministerrates und verfügt
in der Gesetzgebung über ein endgültiges Vetorecht
in den Bereichen Außen-, Verteidigungs- und Sicherheitspolitik.
Für alle übrigen Gesetzesvorschläge des Parlaments
über ein suspensives Veto, d.h. er kann diese zu einer
erneuten Beratung an die Legislative zurückweisen. Der
Staatspräsident benötigt, ähnlich dem amerikanischen
Präsidenten, nicht unbedingt das Vertrauen des Parlaments.
Vor Ablauf seiner Amtszeit kann er deshalb nur durch ein Impeachment
Verfahren seines Amtes enthoben werden.
Seit dem 1.3. 2003 heißt der neue Staatspräsident
Tassos Papadopoulos. Der studierte Jurist ist ein erfahrener
Politiker. Von 1959 1970 bekleidete er zahlreiche Ministerposten
und wirkte maßgeblich an der Ausarbeitung der zypriotischen
Verfassung nach der Unabhängigkeit mit.
Die Regierung der Republik Zyperns, der Ministerrat, setzt
sich aus elf vom Staatspräsidenten ernannten Ministern
zusammen. Sie müssen keine Mitglieder des Parlaments
sein und brauchen keine Zustimmung der Legislative.
Die 80 Mitglieder des Repräsentantenhauses werden auf
fünf Jahre vom Volk gewählt. 56 Mitglieder sind
griechische Zyprioten und 24 Mitglieder türkische Zyprioten,
die von der türkisch zypriotischen Volksgruppe
gewählt werden. Da diese Abgeordneten ihr Mandat seit
1964 nicht mehr wahrnehmen und ihre Sitze vakant sind, besteht
das Repräsentantenhaus aus den 56 Mitgliedern der griechisch
zypriotischen Volksgruppe. Gesetze werden mit einfacher
Mehrheit beschlossen.
Die Türkische Republik Nordzyperns (TRNZ) hat seit 1975
eine eigene Verfassung und eigene politische Institutionen.
Der ehemalige Vorsitzende des türkisch zypriotischen
Kommunalparlaments Rauf Denktasch wurde im selben Jahr zum
Präsidenten ernannt. Seitdem wurde er bei allen Präsidentschaftswahlen
in seinem Amt bestätigt.
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Die politische Teilung zog eine tiefe wirtschaftliche Krise
Zyperns nach sich. 170.000 Flüchtlinge aus dem Nordteil
mussten aufgenommen werden, nahezu 30% der griechischen Zyprioten
waren obdachlos. In der Folge sank das Bruttossozialprodukt
um zweidrittel, die Arbeitslosenquote schnellte von 1,2% auf
29,6%. Der Flughafen Nikosia lag plötzlich im Niemandsland
und der Hafen Famagustas über den bis dahin 80% des Seehandels
abgewickelt wurde war unzugänglich geworden. Dennoch
kam die Wirtschaft im Südteil des Landes schnell wieder
in Gang. Zwischen 1974 und 2000 lag das Wachstum im Durchschnitt
bei 6%. Das Pro Kopf Einkommen beträgt mit 15.200
Euro ca. 80% des EU Durchschnitts. Damit belegt Zypern
den ersten Platz unter den Beitrittskandidaten.
Verantwortlich für den Aufschwung war vor allem ein
starker Dienstleistungssektor, bestehend aus Tourismus, Finanz-
und Unternehmensdienstleistungen. 65% der Bevölkerung
ist in diesem Sektor beschäftigt und erwirtschaftet 75%
des gesamten Bruttoinlandproduktes. Dabei ist die Tourismusbranche
die wichtigste Einnahmequelle des Landes. Rund 3 Mio. Besucher
verzeichnete Zypern 2001. Allerdings ist besonders diese Branche
anfällig für weltpolitische und wirtschaftliche
Krisen. So sank die Wachstumsrate in Folge der weltweiten
Konjunkturschwäche und des Irak Krieges auf 2,3%
im Jahre 2003.
Ein zusätzlicher Hemmschuh der zypriotischen Wirtschaft
sind die steigenden Ölpreise der letzten Jahre. Seinen
Energiebedarf deckt das rohstoffarme Zypern fast vollständig
aus teuren Ölimporten. Die Kosten dafür betragen
ganze 48% des gesamten Exporterlöses. Vor allem das Betreiben
der Meerwasserentsalzungsanlagen ist energieaufwendig. Um
deshalb bei der Energieversorgung eine größere
Unabhängigkeit zu erreichen, legte die Regierung 2002
einen Aktionsplan vor, um erneuerbare Energien, vor allem
solarthermische Energie, zu fördern.
Aufgrund
eines absoluten Wirtschaftsembargos seitens des Südteils
und fehlender internationaler Anerkennung war die TRNZ in
ihrer wirtschaftlichen Entwicklung stark gehemmt. Der Handel
bleibt größtenteils auf den türkischen Markt
beschränkt. Das Pro Kopf Einkommen liegt
bei 4.500 Euro und damit deutlich unter dem des Südteils.
75% des Bruttoinlandsproduktes werden in der Landwirtschaft
erbracht. Neben der allgemeinen Strukturschwäche ist
vor allem die konstant hohe Inflation ein Problem. Durch die
Übernahme der türkischen Lira als offizielles Zahlungsmittel
wurde die hohe Inflationsrate der Türkei importiert.
Um die wirtschaftliche Schwäche der TRNZ zu kompensieren,
wendete Ankara 2002 200 Mio. US Dollar auf. Für den Zeitraum
von 2003 2005 sind Wirtschaftshilfen mit einem Gesamtvolumen
von 450 Mio. US Dollar geplant.
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Seit 1960 ist Zypern Mitglied der Vereinten Nationen. Seit
1961 Mitglied des Europarats und des Commonwealth. Neben umfangreichen
Beziehungen zu den EU Ländern, insbesondere Großbritannien,
unterhält Zypern gute Kontakte zu den Ländern der
arabischen Welt. Die zahlreichen bilateralen Handelsabkommen
waren mitverantwortlich für den Wirtschaftsaufschwung
Südzyperns nach der Teilung des Landes. Daneben ist es
Mitglied in allen großen internationalen Wirtschaftsorganisationen:
WTO, IWF, Weltbank und Weltzollorganisation.
Seit 1995 ist Zypern Mitglied der OSZE. Daneben gehört
es zu den zwölf assoziierten Partnerländern der
Europa Mittelmeerpartnerschaft, die 1995 in Barcelona
ins Leben gerufen wurde. Die Kooperation umfasst eine politische
und sicherheitspolitische Partnerschaft, Wirtschafts- und
Finanzpartnerschaft sowie Zusammenarbeit im sozialen und kulturellen
Bereich.
Zypern gehört zu den Befürwortern einer gemeinsamen
europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP)
und versucht in einem multilateralen politischen Dialog diese
verstärkt voranzubringen.
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