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Europäische Identität und kulturelle Vielfalt

Zuwanderung und Integration

  Ausgangslage
Insgesamt wandern derzeit ca. 1 Million Personen pro Jahr in die Europäische Union ein. Zumindest in einer Hinsicht ist klar: die Mitgliedstaaten der EU brauchen Zuwanderung. Mehr dazu: Siehe rechts!
 
  Formen der Migration
Die Ursachen und Motive von Migranten können sehr vielfältig sein: Flucht vor Verfolgung, familiäre Gründe, aber auch die Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz. (mehr)
 
 

Die europäische Dimension des Themas
Obwohl sie den Kern staatlicher Souveränität berühren, zeigt sich in Fragen der Zuwanderung, dass nationalstaatliche Lösungen nur noch begrenzt wirksam sind. (mehr)

 
  Bevölkerungsbewegungen in der Europäischen Union
Wichtigste Komponente des Bevölkerungswachstums in der EU ist die Zuwanderung von Menschen aus Drittstaaten. Insgesamt leben in den 15 EU-Mitgliedstaaten 20 Millionen Ausländer. (mehr)
 
  Auf dem Weg zu einem multikulturellen Europa?
Ein Viertel der Europäer ist der Auffassung, dass Ausländer oder ethnische Minderheiten ihre eigene Kultur aufgeben sollen, wenn sie in eine neue Umgebung ziehen. (mehr)
 
  Leitfragen für die künftige Entwicklung
Es besteht weitgehend Übereinstimmung, dass Europa Zuwanderung braucht. Aber wie soll sie ausgestaltet werden? (mehr)
 
  Weiterführende Links:
Zuwanderung
 

Ausgangslage

Zumindest in einer Hinsicht ist klar: die Mitgliedstaaten der EU brauchen Zuwanderung. So haben die Vereinten Nationen z.B. vorgerechnet, dass allein Deutschland eine Zuwanderung von jährlich 500 000 Menschen benötigt, um das Verhältnis von Erwerbstätigen zu Nicht-Erwerbstätigen gleich bleibt. Ähnlich stellt sich die Situation in den anderen EU-Mitgliedstaaten dar.

Während des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts galt Europa noch ausschließlich als Auswanderungsregion. So verließen bis 1930 mehr als 50 Millionen Menschen den europäischen Kontinent, vorwiegend in die Vereinigten Staaten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg und der anschließenden Phase des Wiederaufbaus entwickelten sich einige der europäischen Staaten – allen voran Frankreich, Großbritannien und Deutschland – zum Zielgebiet von Zuwanderern.

De facto sind inzwischen alle EU-Mitgliedstaaten zu Einwanderungsstaaten geworden, auch wenn dies nicht zum Teil immer in deren Selbstverständnis widerspricht und dementsprechend Rechtsgrundlagen – etwa durch ein Zuwanderungsgesetz – fehlen. Im Durchschnitt wandern derzeit offiziell etwa 700 000 Personen pro Jahr in die Europäische Union ein. Hinzu kommen nach Schätzungen der International Organisation for Migration (IOM) im Jahr zwischen 300 000 und 500 000 Menschen, die illegal in die Europäische Union einwandern.

© 2004
Zuletzt aktualisiert: 05.07.2004