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Europäische Identität und kulturelle Vielfalt

Zuwanderung und Integration

  Ausgangslage
Insgesamt wandern derzeit ca. 1 Million Personen pro Jahr in die Europäische Union ein. Zumindest in einer Hinsicht ist klar: die Mitgliedstaaten der EU brauchen Zuwanderung. (mehr)
 
  Formen der Migration
Die Ursachen und Motive von Migranten können sehr vielfältig sein: Flucht vor Verfolgung, familiäre Gründe, aber auch die Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz. (mehr)
 
 

Die europäische Dimension des Themas
Obwohl sie den Kern staatlicher Souveränität berühren, zeigt sich in Fragen der Zuwanderung, dass nationalstaatliche Lösungen nur noch begrenzt wirksam sind. (mehr)

 
  Bevölkerungsbewegungen in der Europäischen Union
Wichtigste Komponente des Bevölkerungswachstums in der EU ist die Zuwanderung von Menschen aus Drittstaaten. Insgesamt leben in den 15 EU-Mitgliedstaaten 20 Millionen Ausländer. Mehr dazu: Siehe rechts!
 
  Auf dem Weg zu einem multikulturellen Europa?
Ein Viertel der Europäer ist der Auffassung, dass Ausländer oder ethnische Minderheiten ihre eigene Kultur aufgeben sollen, wenn sie in eine neue Umgebung ziehen. (mehr)
 
  Leitfragen für die künftige Entwicklung
Es besteht weitgehend Übereinstimmung, dass Europa Zuwanderung braucht. Aber wie soll sie ausgestaltet werden? (mehr)
 
  Weiterführende Links:
Zuwanderung
 

Bevölkerungsbewegungen in der Europäischen Union

Seit 1989 stellt die Nettozuwanderung (Einwanderung in die EU abzüglich der Auswanderung aus der EU) die wichtigste Komponente der jährlichen Bevölkerungs-entwicklung in der Union dar.
Im Jahr 2000 betrug die jährliche Nettozuwanderungsquote 1,8 pro 1000 Einwohner, was rund 65% des gesamten Bevölkerungswachstums entspricht. Rund 5% der EU-Bevölkerung sind Ausländer (3,4% sind Staatsangehörige von Drittländern und 1,5% Bürger der EU). 1999 wurden in den fünfzehn Mitgliedsstaaten knapp über 400000 Asylanträge gestellt.
Da die jährliche natürliche Zunahme der Gesamtbevölkerung der EU im Jahr 2000 nur 0,1% betrug, stellt die Zuwanderung derzeit die Hauptursache für das Bevölkerungswachstum in der Union dar.
Derzeit leben 19 Millionen Ausländer in den 15 Mitgliedsstaaten, was 5,1% der Gesamtbevölkerung entspricht. Aber nur 30% davon (etwa 6 Millionen) sind Staatsangehörige anderer Mitgliedstaaten, was 1,6% der gesamten EU-Bevölkerung entspricht. Die restlichen 13 Millionen bzw. 3,4% der gesamten EU-Bevölkerung sind Bürger von nicht zur EU gehörenden Staaten.
Während der Zustrom von außerhalb der EU zunimmt, ist die geographische Mobilität der EU-Bürger geringer als in den 50er und 60er Jahren. Dennoch arbeiten 600000 Menschen bzw. 0,4% der gesamten erwerbstätigen Bevölkerung in einem anderen Land als dem, in dem sie ihren Wohnsitz haben, und die Zahl der Grenzpendler nimmt weiter zu.

Quelle: Eurostat 2002

© 2004
Zuletzt aktualisiert: 05.07.2004