Europäische Identität und kulturelle Vielfalt
Zuwanderung und Integration
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Bevölkerungsbewegungen in der Europäischen Union
Seit 1989 stellt die Nettozuwanderung (Einwanderung
in die EU abzüglich der Auswanderung aus der EU) die
wichtigste Komponente der jährlichen Bevölkerungs-entwicklung
in der Union dar.
Im Jahr 2000 betrug die jährliche Nettozuwanderungsquote
1,8 pro 1000 Einwohner, was rund 65% des gesamten Bevölkerungswachstums
entspricht. Rund 5% der EU-Bevölkerung sind Ausländer
(3,4% sind Staatsangehörige von Drittländern und
1,5% Bürger der EU). 1999 wurden in den fünfzehn
Mitgliedsstaaten knapp über 400000 Asylanträge
gestellt.
Da die jährliche natürliche Zunahme der Gesamtbevölkerung
der EU im Jahr 2000 nur 0,1% betrug, stellt die Zuwanderung
derzeit die Hauptursache für das Bevölkerungswachstum
in der Union dar.
Derzeit leben 19 Millionen Ausländer in den 15 Mitgliedsstaaten,
was 5,1% der Gesamtbevölkerung entspricht. Aber nur
30% davon (etwa 6 Millionen) sind Staatsangehörige
anderer Mitgliedstaaten, was 1,6% der gesamten EU-Bevölkerung
entspricht. Die restlichen 13 Millionen bzw. 3,4% der gesamten
EU-Bevölkerung sind Bürger von nicht zur EU gehörenden
Staaten.
Während der Zustrom von außerhalb der EU zunimmt,
ist die geographische Mobilität der EU-Bürger
geringer als in den 50er und 60er Jahren. Dennoch arbeiten
600000 Menschen bzw. 0,4% der gesamten erwerbstätigen
Bevölkerung in einem anderen Land als dem, in dem sie
ihren Wohnsitz haben, und die Zahl der Grenzpendler nimmt
weiter zu.
Quelle: Eurostat 2002
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