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Wohlstand und Nachhaltigkeit

Umwelt und Ressourcen

Spätestens seit dem Brundlandt- Bericht von 1987 und der 1992 in Rio verabschiedeten Agenda 21 hat sich im öffentlichen Bewusstsein und in der Politik die Einsicht durchgesetzt, dass ökologisch nachhaltige Produktions- und Konsummuster eine Voraussetzung für die künftige menschliche Entwicklung darstellen. (mehr)

Umweltprobleme in Europa
Die Situation der Umwelt in der Europäischen Union ist durch gegenläufige Trends gekennzeichnet. Auf der einen Seite konnten in den letzten 20 Jahren in vielen Bereichen deutliche Erfolge erzielt werden. Auf der anderen Seite nimmt der Energieverbrauch weiter stetig zu und die Europäer produzieren mehr Müll. (mehr)

Zum Beispiel Energie
Alle industrialisierten Länder sind durch einen im Weltvergleich sehr hohen Energieverbrauch gekennzeichnet. Mit Blick auf die Zusammensetzung der Rohstoffe aus denen in Europa Energie gewonnen wird, leben wir nach wie vor im fossilen Zeitalter. (mehr)

Leitfrage: Was passiert, wenn sich in China ein europäischer Lebensstil durchsetzt? (mehr)

Was bedeutet eigentlich "Nachhaltigkeit"?
Der Begriff der Nachhaltigkeit kommt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und findet inzwischen auf alle Prozesse wirtschaftlicher und sozialer Tätigkeit Anwendung. Die wohl bekannteste Definition lautet: Nachhaltigkeit ist "die dauerhafte Entwicklung, die den Bedürfnissen heutiger Generationen entspricht, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen." (mehr)

Die Entwicklung einer
europäischen Umweltpolitik

Mit dem Vertrag von Amsterdam ist das Ziel der nachhaltigen Entwicklung zu den Kernaufgaben der Europäischen Union hinzugefügt und zur Querschnittaufgabe aller Politiken der EU erklärt worden. Das Ziel, ein "hohes Maß an Umweltschutz” zu verwirklichen, muss demnach bei allen Maßnahmen – insbesondere in der Agrar- und Fischereipolitik, in der Energiepolitik, der Wirtschafts- und Verkehrspolitik sowie in der Entwicklungshilfe der Gemeinschaft angestrebt werden. (mehr)

 

Probleme und
Herausforderungen für die EU, ihre Politiker und Bürger:

Das Thema Nachhaltigkeit ist sowohl auf nationaler wie auf EU-Ebene noch nicht populär. Warum? (mehr)

EU-Umweltpolitik: Rechtsgrundlagen und aktuelle Zielsetzungen
Die Tätigkeitsbereiche der EU im Umweltbereich reichen vom Klimaschutz über Fragen der öffentlichen Gesundheit, dem Schutz der natürlichen Ressourcen, wie Wasser und Luft, dem Erhalt der biologischen Artenvielfalt bis hin zu Fragen der Verkehrsüberlastung. Hier finden sich auch die einschlägigen Rechtsgrundlagen. Warum nicht einmal selber in den EU-Verträgen nachschlagen! Das sechste Umweltprogramm der EU (2002-2012) setzt folgende Schwerpunkte: Klimaänderungen, Natur und biologische Vielfalt, Umwelt, Gesundheit und Lebensqualität, Natürliche Ressourcen und Abfälle. (mehr)

Leitfrage: Können wesentliche Fortschritte im Sinne der nachhaltigen Entwicklung ohne ein Umdenken der Gesellschaft erzielt werden? Muss Umweltschutz eigentlich immer mit Beschränkungen trüben Zukunftsaussichten einhergehen, oder bietet ein ökologisch und sozial nachhaltiges Wirtschaftsmodell nicht auch Perspektiven auf ein Mehr an Lebensqualität und Freiheiten, neuen Berufschancen und Impulsen für die Wirtschaft? (mehr)

Provocation: Ethischer Strom?!
"Bist Du ‚On’?" Solche dämlichen Fragen werden in der Zukunft der Stromversorgung wohl keine Rolle mehr spielen. Die Menschen wollen wissen, wie die Energie erzeugt wurde, die sie nutzen – zumindest in diesem Szenario eines beginnenden Solarzeitalters. Eine kurze Geschichte über Tücken und Lücken des ‚ethischen Stroms’. (mehr)

Provocation: Arcology - Leben unter der Kuppel
Bevölkerungswachstum und ökologische Probleme könnten dazu führen, dass mehr und mehr Menschen in künstlichen Umwelten leben müssen, wie sie der amerikanische Architekt Paolo Soleri bereits 1969 ersonnen hat. (mehr)

Weiterführende Links:
Umwelt und Ressourcen

 

Weiterführende Links

Junge Verbraucher in Europa
Eine regelmäßige Studie der Universität Bonn untersucht das Umweltverhalten junger Europäer. Hier kann man sich an der aktuellen Befragung beteiligen oder die Ergebnisse vorangegangener Untersuchungen nachlesen. Eines der zentralen bisherigen Ergebnisse: ein nachlassendes Umweltbewusstsein unter Jugendlichen.

World Summit of Sustainable Development in Johannesburg 2002
Die offizielle Internetseite der Vereinten Nationen zum Gipfel über Nachhaltigkeit in Johannesburg mit zahlreichen Beiträgen und Dokumenten. Überwiegend auf Englisch.

Hyperauto und Passivhaus: Ernst Ulrich von Weizsäcker über Leben und Arbeiten im Jahrhundert der Umwelt
Schon in wenigen Jahrzehnten werden vielleicht acht bis neun Milliarden Menschen die Erde bevölkern. Wenn die Schätze der Natur nicht noch weiter ökologisch überbeansprucht werden sollen, müssen wir sehr viel effizienter mit Wasser, Energie, Land und Rohstoffen umgehen. Der Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie und SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Ulrich von Weizsäcker präsentiert an Hand von konkreten Beispielen seine Vorstellungen von der notwendigen ökologischen Effizienz-Revolution.

Wege in die Zukunft: Erneuerbare Energie
In ökonomisch eher trüben Zeiten wächst die Öko-Energie-Branche wie keine andere (+ 18 Prozent im vergangenen Jahr) und erweist sich als Jobmaschine. Mit Sonnenenergie verdienen bereits mehr als 10000 Menschen ihr Geld, obwohl noch nicht einmal 0,1 Prozent des deutschen Stroms solar erzeugt werden. "Schon wenn wir 0,4 Prozent Anteil erreichen, werden es 50000 sein", sagt Andreas Pawlik, Geschäftsführer bei Shell Solar Deutschland voraus. Fotovoltaik stehe vor dem Durchbruch. Dasselbe gilt für Biomasse: In den vergangenen acht Jahren hat sich die Verstromung von Holz, Stroh, Gülle, Klärschlamm und anderem organischen Material bei uns mehr als verfünffacht. Es vergeht kaum eine Woche, in der kein Biokraftwerk ans Netz geht. Wege in eine mögliche Zukunft, zusammengetragen von Jens Bergmann.

Die Ess-Klasse der Zukunft
(PDF-Downloa) Im Laufe seines Lebens verzehrt ein deutscher Mensch beispielsweise durchschnittlich 22 Schweine, sieben Rinder, 20 Schafe, 600 Hühner und zudem Fische und Wildtiere. Vor allem die Schwellenländer Asiens steigern ihren Fleischkonsum drastisch. Doch die Welternährung lässt sich bei einem gleich bleibend hohen oder gar steigenden Tierbesatz nicht gewährleisten, denn die Produktion von Energie und Proteinen auf tierischer Basis ist bis zum Zehnfachen ineffizienter als die von pflanzlicher Nahrung. Rund die Hälfte des weltweit produzierten Getreides gelangt in die Futtertröge von Fleischlieferanten. Bratling á la Nachhaltigkeit oder boeff biotechnique? Werden wir morgen Biokost-Verbraucher oder Biotech-Verzehrer sein? Vermutlich eine Mischung aus beidem. Ein Blick auf die Teller der Zukunft von Torsten Mertz

Maßnahmen zum Schutz der biologischen Artenvielfalt
Weltweit sind rund 34.000 Pflanzenarten und 5.200 Tierarten vom Aussterben bedroht. Auch in Deutschland ist ein Großteil der ursprünglich hier heimischen Tiere und Pflanzen ausgestorben oder im Bestand gefährdet. Den sogenannten "Roten Listen" zufolge drohen rund 40% aller Pflanzen- und die Hälfte aller Tierarten auszusterben. Jede Stunde sterben ca. drei Arten aus, womit die Aussterberate ca. 50-100 mal höher als unter natürlichem Umständen ist. Mit dem Verlust der biologischen Vielfalt geht heute einer der reichsten Naturschätze verloren. Die Staatengemeinschaft hat vor diesem Hintergrund 1992 die sogenannte Biodiversitätskonvention zum Schutz der biologischen Artenvielfalt beschlossen. Tanja Brühl schreibt über die bisherigen Erfolge und Misserfolge. Schwieriger Text, aber gute Informationen (man muss nicht alles lesen!).

© 2004
Zuletzt aktualisiert: 05.07.2004