TACIS
Gegenüber den Mittelmeerdrittländern (allen Nicht-EU-Mitgliedern
dieser Region) verfolgt die EU seit 1991 die sogenannte
New Mediterranean Policy. Diese soll zur Verbesserung der
wirtschaftlichen und sozialen Stabilität der Region
als ganzes beitragen, indem Unterstützung für
Reformen der Wirtschaft, für Handelsvereinbarungen
und Zusammenarbeit mit Nicht-Regierungsakteuren bereitgestellt
wird. Die finanziellen Mittel wurden bisher größtenteils
für Umweltschutz, Investitionsförderung, Kleinstprojekte,
kulturelle Entwicklung und demographische Themen verwendet.
Der 1995 eingeleitete sogenannte "Barcelona-Prozess"
markierte eine neue Qualität der Zusammenarbeit. Die
drei Hauptziele, auch Körbe genannt, des Barcelona-Prozesses
lassen sich wie folgt zusammenfassen:
o Schaffung eines Raumes des Friedens und der Stabilität
(politische und sicherheitspolitische Partnerschaft)
o Schaffung eines Raumes gemeinsamen Wohlstandes durch
die schrittweise Einführung einer Freihandelszone zwischen
der EU und den Mittelmeerpartnern sowie zwischen diesen
Partnern selbst im Hinblick auf die Errichtung einer Freihandelszone
Europa-Mittelmeer bis 2010 (Wirtschafts- und Finanzpartnerschaft)
o Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses der
Völker in der Region und Aufbau einer aktiven Zivilgesellschaft
(Partnerschaft im sozialen, kulturellen und menschlichen
Bereich)
Die Europa-Mittelmeerpartnerschaft umfasst die Mitgliedsstaaten
der EU sowie zwölf Partner aus dem südlichen und
östlichen Mittelmeer.
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