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Europas Rolle in der Welt

Konfliktmanagement der EU

Unter dem Eindruck der gewaltsamen Konflikte im ehemaligen Jugoslawien haben die EU-Mitgliedstaaten Ende der 90er Jahre mit dem Aufbau einer gemeinsamen verteidigungs- und sicherheitspolitischen Identität begonnen. Während sich die einen hiervon eine verstärkte Handlungsfähigkeit der Europäischen Union in künftigen Krisen versprechen, befürchten Kritiker eine Militarisierung der EU oder sehen hierin eine Verdopplung der Strukturen, die es mit der NATO bereits gibt. (mehr)

Die sogenannten "Petersberg-Aufgaben"
Mit der Aufnahme der sogenannten Petersberger-Aufgaben in den EU-Vertrag, wurde die EU ermächtigt, im Rahmen der GASP humanitäre, friedenserhaltende und friedensschaffende Maßnahmen - ggf. auch unter dem Einsatz militärischer Mittel - durchzuführen. (mehr)

 

 

 

Aufbau einer europäischen Sicherheitsarchitektur
Eine europäische Eingreiftruppe von 60 000 Angehörigen, die im Krisenfall von den Mitgliedstaaten bereitgestellt werden können, soll die Handlungsfähigkeit der EU gewährleisten. (mehr)

Wie werden Kriseneinsätze der EU finanziert? (mehr)

Multinationale europäische Einheiten: EUROKORPS, EUROMARFOR, EUROFOR
>>> siehe rechte Spalte!

Leitfrage: Koalitionen der "Willigen" – Kooperationsform der Zukunft? (mehr)

Provocation: Der seltsame Krieg
Gut dass wir nicht in Hüben oder Drüben leben, denn dort gehen unschöne Dinge vor sich. Eine kurze Geschichte von Martin Auer über den "seltsamen Krieg". (mehr)

Weiterführende Links:
Konfliktmanagement der EU

 

 

Multinationale europäische Einheiten

Das EUROKORPS wurde ab 1992 aufgestellt. In ihm sind Einheiten von fünf EU Mitgliedstaaten, Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Spanien) unter einheitlicher Führung, mit Hauptquartier in Straßburg, zusammengebracht.


Die European Maritime Force EUROMARFOR ist eine multinationale Einheit die von Frankreich, Spanien, Portugal und Italien 1995 gegründet wurde und aus Marine Einheiten dieser Länder besteht. Sie kann innerhalb von fünf Tagen mobilisiert und entweder unter NATO- oder EU-Befehl gestellt werden um Krisenmanagement-Aufgaben im Mittelmeerraum zu übernehmen. Für solche Aufgaben könnte ein Einsatzverband aus mindestens einem Flugzeugträger, vier amphibischen Schiffen, 11 Fregatten und Schnellbooten, Unterseebooten und Unterstützungs- und Versorgungsschiffen bestehen, weitere Einheiten können hinzugefügt werden. Der eventuelle Einsatz von EUROMARFOR in einer Krise wird in einem gemeinsamen Minister-Komitee der Mitglieder beschlossen.
EUROMARFOR war bis jetzt noch nicht an einem Einsatz beteiligt, übt aber regelmäßig, im Mai 2002 (EOLO 2002) zusammen mit EUROFOR.

Quelle: http://www.defense.gouv.fr/

 


Die European Operational Rapid Force EUROFOR wurde 1995 von Frankreich, Spanien, Portugal und Italien gegründet und kann unter NATO oder für EU-Krisenmanagement-Aufgaben eingesetzt werden. Es ist eine multinationale Heereseinheit mit einem permanenten Hauptquartier in Florenz, Italien. Einsatzverbände bis zu Divisionsstärke (über 10.000 Mann) können aus einem ‚Pool’ von Truppen der Mitgliedstaaten zusammengestellt werden, die politisch-militärische Kontrolle über den Einsatz hat das gleiche gemeinsame ministeriale Komitee der vier Mitgliedstaaten. EUROFOR war bereits in Albanien unter KFOR im Einsatz.

Quelle: www.assembly-weu.org




Quelle:
Tamir Sinai (2004), Europa in der Krise - Planspiel zur Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik, Materialienband 12 der Forschungsgruppe Jugend und Europa, Schwalbach, Wochenschau-Verlag
(erscheint im Januar 2004).


© 2004
Zuletzt aktualisiert: 05.07.2004